Leserbrief zu dem Artikel in der RNZ vom 5. April 2018 zur Neuausrichtung der Mälzerei

Am 9.04.2018 erschien folgender Leserbrief von Elisabeth Laade in der Rhein-Neckar-Zeitung:

Eine neue Konzeption für die Alte Mälzerei hat die AL-Fraktion im Gemeinderat schon seit Jahren immer wieder- leider bisher vergeblich gefordert. Das historische ehemalige Gebäude einer Bierbrauerei mit dem dazugehörenden neugeschaffenen Gelände gehört zu den wenigen städtebaulichen Highlights der letzten drei Jahrzehnte in Mosbach.
Umso mehr freut es mich, dass nun der erste konkrete und vielversprechende Schritt mit dem Wechsel im Gastronomiebereich gemacht wurde. Dank gilt natürlich der Familie Emig, die über viele Jahre lang ihre ganze Kraft in den Betrieb des Restaurants gesteckt hat.
Viele Gestaltungsspielräume wurden jedoch von den kommunalen Handlungsträgern nicht genutzt, was dazu geführt hat, dass die Mälzerei bisher im gastronomischen Tagesbetrieb ein eher unspektakuläres Dasein fristete.
Eine schon im letzten Jahr ins Leben gerufene Arbeitsgruppe sollte an der Neukonzeption der „guten Stube“ Mosbachs mitwirken, hat bisher aber nur zweimal getagt. Es wäre auch interessant zu wissen, was sich eigentlich die Bürger für „ihre“ Mälzerei wünschen und welche Vorschläge sie einbringen können. Mit einer simplen Pin- Wand im Foyer und einem Forum auf der Homepage der Stadt könnte unkompliziert und zeitnah eine Ideensammlung ermöglicht werden.
Auch der rein kommerzielle Charakter als Veranstaltungs-und Tagungszentrum könnte hinterfragt werden und eine Bürgerhausidee ins Spiel kommen, wenn man ans Umbauen denkt. Schließlich wird der Betrieb mit mehr als einer halben Million Euro jedes Jahr von allen Steuerzahlern unterstützt.
Ich freue mich jedenfalls darauf in diesem Jahr an warmen Tagen den Blick über die Stadt im endlich regelmäßig genutzten und hoffentlich schön gestalteten Außenbereich genießen zu können, entweder bei einem guten Frühstück oder im letzten Abendsonnenschein. Dabei wünsche ich mir, dass die Familien-und vor allem Kinderfreundlichkeit nicht nur bei der Gestaltung der Speisekarte großgeschrieben wird.

Elisabeth Laade